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20-07-2010

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Österreich / Austria

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Allgemeine Geschäftsbedingungen
ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN FÜR DIE HOTELLERIE 2006 (AGBH 2006)


Fassung vom 15.11.2006

Inhaltsübersicht

§ 1 Geltungsbereich                                                                                                  2
§ 2 Begriffsdefinitionen                                                                                           2
§ 3 Vertragsabschluss – Anzahlung                                                                      3
§ 4 Beginn und Ende der Beherbergung                                                                3
§ 5 Rücktritt vom Beherbergungsvertrag – Stornogebühr                                 4
§ 6 Beistellung einer Ersatzunterkunft                                                                   5
§ 7 Rechte des Vertragspartners                                                                             5
§ 8 Pflichten des Vertragspartners                                                                          6
§ 9 Rechte des Beherbergers                                                                                   6
§ 10 Pflichten des Beherbergers                                                                             7
§ 11 Haftung des Beherbergers für Schäden an eingebrachten Sachen          7
§ 12 Haftungsbeschränkungen                                                                              8
§ 13 Tierhaltung                                                                                                        8
§ 14 Verlängerung der Beherbergung                                                                    9
§ 15 Beendigung des Beherbergungsvertrages – Vorzeitige Auflösung         9
§ 16 Erkrankung oder Tod des Gastes im Beherbergungsvertrag                   10
§ 17 Erfüllungsort, Gerichtsstand und Rechtswahl                                            11
§ 18 Sonstiges                                                                                                          12

2

§ 1 Geltungsbereich

1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Hotellerie (im Folgenden „AGBH 2006“) ersetzen die bisherigen ÖHVB in der Fassung vom 23. September 1981.

1.2 Die AGBH 2006 schließen Sondervereinbarungen nicht aus. Die AGBH 2006 sind gegenüber im Einzelnen getroffenen Vereinbarungen subsidiär.


§ 2 Begriffsdefinitionen

2.1 Begriffsdefinitionen:

„Beherberger“: Ist eine natürliche oder juristische Person, die Gäste gegen Entgelt beherbergt.

„Gast“: Ist eine natürliche Person, die Beherbergung in Anspruch nimmt. Der Gast ist in der Regel zugleich Vertragspartner.
Als Gast gelten auch jene Personen, die mit dem Vertragspartner anreisen (zB Familienmitglieder, Freunde etc).

„Vertragspartner“: Ist eine natürliche oder juristische Person des In- oder Auslandes, die als Gast oder für einen Gast einen Beherbergungsvertrag abschließt.

„Konsument“ und „Unternehmer“: Die Begriffe sind im Sinne des Konsumentenschutzgesetzes 1979 idgF zu verstehen.

„Beherbergungsvertrag“: Ist der zwischen dem Beherberger und dem Vertragspartner abgeschlossene Vertrag, dessen Inhalt in der Folge näher geregelt wird.

3

§ 3 Vertragsabschluss – Anzahlung

3.1 Der Beherbergungsvertrag kommt durch die Annahme der Bestellung des Vertragspartners durch den Beherberger zustande. Elektronische Erklärungen gelten als zugegangen,
wenn die Partei, für die sie bestimmt sind, diese unter gewöhnlichen Umständen abrufen kann, und der Zugang zu den bekannt gegebenen Geschäftszeiten des Beherbergers erfolgt.

3.2 Der Beherberger ist berechtigt, den Beherbergungsvertrag unter der Bedingung abzuschließen, dass der Vertragspartner eine Anzahlung leistet.
In diesem Fall ist der Beherberger verpflichtet, vor der Annahme der schriftlichen oder mündlichen Bestellung des Vertragspartners, den Vertragspartner auf die geforderte Anzahlung hinzuweisen.
Erklärt sich der Vertragspartner mit der Anzahlung (schriftlich oder mündlich) einverstanden, kommt der Beherbergungsvertrag mit Zugang der Einverständniserklärung über die Bezahlung
der Anzahlung des Vertragspartners beim Beherberger zustande.

3.3 Der Vertragspartner ist verpflichtet, die Anzahlung spätestens 7 Tage (einlangend) vor der Beherbergung zu bezahlen. Die Kosten für die Geldtransaktion (zB Überweisungsspesen)
trägt der Vertragspartner. Für Kredit- und Debitkarten gelten die jeweiligen Bedingungen der Kartenunternehmen.

3.4 Die Anzahlung ist eine Teilzahlung auf das vereinbarte Entgelt.


§ 4 Beginn und Ende der Beherbergung

4.1 Der Vertragspartner hat das Recht, so der Beherberger keine andere Bezugszeit anbietet, die gemieteten Räume ab 16.00 Uhr des vereinbarten Tages („Ankunftstag“) zu beziehen.

4.2 Wird ein Zimmer erstmalig vor 6.00 Uhr Früh in Anspruch genommen, so zählt die vorhergegangene Nacht als erste Übernachtung.

4.3 Die gemieteten Räume sind durch den Vertragspartner am Tag der Abreise bis 12.00 Uhr freizumachen. Der Beherberger ist berechtigt, einen weiteren Tag in Rechnung zu stellen,
wenn die gemieteten Räume nicht fristgerecht freigemacht sind.

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§ 5 Rücktritt vom Beherbergungsvertrag – Stornogebühr Rücktritt durch den Beherberger

5.1 Sieht der Beherbergungsvertrag eine Anzahlung vor und wurde die Anzahlung vom Vertragspartner nicht fristgerecht geleistet, kann der Beherberger ohne Nachfrist
vom Beherbergungsvertrag zurücktreten.

5.2 Falls der Gast bis 18.00 Uhr des vereinbarten Ankunftstages nicht erscheint, besteht keine Beherbergungspflicht, es sei denn, dass ein späterer Ankunftszeitpunkt vereinbart wurde.

5.3 Hat der Vertragspartner eine Anzahlung (siehe 3.3) geleistet, so bleiben dagegen die Räumlichkeiten bis spätestens 12.00 Uhr des dem vereinbarten Ankunftstages folgenden Tag reserviert.
Bei Vorauszahlung von mehr als vier Tagen, endet die Beherbergungspflicht ab 18 Uhr des vierten Tages, wobei der Ankunftstag als erster Tag gerechnet wird, es sei denn,
der Gast gibt einen späteren Ankunftstag bekannt.

5.4 Bis spätestens 3 Monate vor dem vereinbarten Ankunftstag des Vertragspartners kann der Beherbergungsvertrag durch den Beherberger, aus sachlich gerechtfertigten Gründen,
es sei denn, es wurde etwas anderes vereinbart, durch einseitige Erklärung aufgelöst werden.


Rücktritt durch den Vertragspartner – Stornogebühr

5.5 Bis spätestens 3 Monate vor dem vereinbarten Ankunftstag des Gastes kann der Beherbergungsvertrag ohne Entrichtung einer Stornogebühr
durch einseitige Erklärung durch den Vertragspartner aufgelöst werden.

5.6 Außerhalb des im § 5.5. festgelegten Zeitraums ist ein Rücktritt durch einseitige Erklärung des Vertragspartners nur unter Entrichtung folgender Stornogebühren möglich:

- bis 1 Monat vor dem Ankunftstag 40 % vom gesamten Arrangementpreis;
- bis 1 Woche vor dem Ankunftstag 70 % vom gesamten Arrangementpreis;
- in der letzten Woche vor dem Ankunftstag 90 % vom gesamten Arrangementpreis.

bis 3 Monate     keine Stornogebühren
3 Monate bis 1 Monat                    40 %
1 Monat bis 1 Woche                    70 %
In der letzten Woche                     90 %
Bitte beachten Sie unsere eigenen Stornobedienungen!

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Behinderungen der Anreise

5.7 Kann der Vertragspartner am Tag der Anreise nicht im Beherbergungsbetrieb erscheinen, weil durch unvorhersehbare außergewöhnliche Umstände (zB extremer Schneefall, Hochwasser etc)
sämtliche Anreisemöglichkeiten unmöglich sind, ist der Vertragspartner nicht verpflichtet, das vereinbarte Entgelt für die Tage der Anreise zu bezahlen.

5.8 Die Entgeltzahlungspflicht für den gebuchten Aufenthalt lebt ab Anreisemöglichkeit wieder auf, wenn die Anreise innerhalb von drei Tagen wieder möglich wird.


§ 6 Beistellung einer Ersatzunterkunft

6.1 Der Beherberger kann dem Vertragspartner bzw den Gästen eine adäquate Ersatzunterkunft (gleicher Qualität) zur Verfügung stellen, wenn dies dem Vertragspartner zumutbar ist,
besonders wenn die Abweichung geringfügig und sachlich gerechtfertigt ist.

6.2 Eine sachliche Rechtfertigung ist beispielsweise dann gegeben, wenn der Raum (die Räume) unbenutzbar geworden ist (sind), bereits einquartierte Gäste ihren Aufenthalt verlängern,
eine Überbuchung vorliegt oder sonstige wichtige betriebliche Maßnahmen diesen Schritt bedingen.

6.3 Allfällige Mehraufwendungen für das Ersatzquartier gehen auf Kosten des Beherbergers.


§ 7 Rechte des Vertragspartners

7.1 Durch den Abschluss eines Beherbergungsvertrages erwirbt der Vertragspartner das Recht auf den üblichen Gebrauch der gemieteten Räume, der Einrichtungen des Beherbergungsbetriebes,
die üblicher Weise und ohne besondere Bedingungen den Gästen zur Benützung zugänglich sind, und auf die übliche Bedienung.

Der Vertragspartner hat seine Rechte gemäß allfälligen Hotel- und/oder Gästerichtlinien (Hausordnung) auszuüben.

6

§ 8 Pflichten des Vertragspartners

8.1 Der Vertragspartner ist verpflichtet, spätestens zum Zeitpunkt der Abreise das vereinbarte Entgelt zuzüglich etwaiger Mehrbeträge, die auf Grund gesonderter Leistungsinanspruchnahme
durch ihn und/oder die ihn begleitenden Gästen entstanden sind zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer zu bezahlen.

8.2 Der Beherberger ist nicht verpflichtet, Fremdwährungen zu akzeptieren. Akzeptiert der Beherberger Fremdwährungen, werden diese nach Tunlichkeit zum Tageskurs in Zahlung genommen.
Sollte der Beherberger Fremdwährungen oder bargeldlose Zahlungsmittel akzeptieren, so trägt der Vertragspartner alle damit zusammenhängenden Kosten, etwa Erkundigungen
bei Kreditkartenunternehmungen, Telegramme, usw.

8.3 Der Vertragspartner haftet dem Beherberger gegenüber für jeden Schaden, den er oder der Gast oder sonstige Personen, die mit Wissen oder Willen des Vertragspartners Leistungen
des Beherbergers entgegennehmen, verursachen.


§ 9 Rechte des Beherbergers

9.1 Verweigert der Vertragspartner die Bezahlung des bedungenen Entgelts oder ist er damit im Rückstand, so steht dem Beherberger das gesetzliche Zurückbehaltungsrecht
gemäß § 970c ABGB sowie das gesetzliche Pfandrecht gem § 1101 ABGB an den vom Vertragspartner bzw dem vom Gast eingebrachten Sachen zu.

Dieses Zurückbehaltungs- oder Pfandrecht steht dem Beherberger weiters zur Sicherung seiner Forderung aus dem Beherbergungsvertrag, insbesondere für Verpflegung, sonstiger Auslagen,
die für den Vertragspartner gemacht wurden und für allfällige Ersatzansprüche jeglicher Art zu.

9.2 Wird das Service im Zimmer des Vertragspartners oder zu außergewöhnlichen Tageszeiten (nach 20,00 Uhr und vor 6,00 Uhr) verlangt, so ist der Beherberger berechtigt,
dafür ein Sonderentgelt zu verlangen. Dieses Sonderentgelt ist jedoch auf der Zimmerpreistafel auszuzeichnen. Der Beherberger kann diese Leistungen aus betrieblichen Gründen auch ablehnen.

9.3 Dem Beherberger steht das Recht auf jederzeitige Abrechnung bzw Zwischenabrechung seiner Leistung zu.

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§ 10 Pflichten des Beherbergers

10.1 Der Beherberger ist verpflichtet, die vereinbarten Leistungen in einem seinem Standard entsprechenden Umfang zu erbringen.

10.2 Auszeichnungspflichtige Sonderleistungen des Beherbergers, die nicht im Beherbergungsentgelt inbegriffen sind, sind beispielhaft:

a) Sonderleistungen der Beherbergung, die gesondert in Rechnung gestellt werden können, wie die Bereitstellung von Salons, Sauna, Hallenbad, Schwimmbad, Solarium, Garagierung usw;

b) für die Bereitstellung von Zusatz- bzw Kinderbetten wird ein ermäßigter Preis berechnet.


§ 11 Haftung des Beherbergers für Schäden an eingebrachten Sachen

11.1 Der Beherberger haftet gemäß §§ 970 ff ABGB für die vom Vertragspartner eingebrachten Sachen. Die Haftung des Beherbergers ist nur dann gegeben, wenn die Sachen dem Beherberger
oder den vom Beherberger befugten Leuten übergeben oder an einen von diesen angewiesenen oder hiezu bestimmten Ort gebracht worden sind. Sofern dem Beherberger der Beweis nicht gelingt,
haftet der Beherberger für sein eigenes Verschulden oder das Verschulden seiner Leute sowie der aus- und eingehende Personen. Der Beherberger haftet gemäß § 970 Abs 1 ABGB
höchstens bis zu dem im Bundesgesetz vom 16. November 1921 über die Haftung der Gastwirte und anderer Unternehmer in der jeweils geltenden Fassung festgesetzten Betrag.
Kommt der Vertragspartner oder der Gast der Aufforderung des Beherbergers, seine Sachen an einem besonderen Aufbewahrungsort zu hinterlegen nicht unverzüglich nach,
ist der Beherberger aus jeglicher Haftung befreit. Die Höhe einer allfälligen Haftung des Beherbergers ist maximal mit der Haftpflichtversicherungssumme des jeweiligen Beherbergers begrenzt.
Ein Verschulden des Vertragspartners oder Gastes ist zu berücksichtigen.

11.2 Die Haftung des Beherbergers ist für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Ist der Vertragspartner ein Unternehmer wird die Haftung auch für grobe Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
In diesem Fall trägt der Vertragspartner die Beweislast für das Vorliegen des Verschuldens. Folgeschäden oder indirekte Schäden sowie entgangene Gewinne werden keinesfalls ersetzt.

11.3 Für Kostbarkeiten, Geld und Wertpapiere haftet der Beherberger nur bis zum Betrag von derzeit € 550,--. Der Beherberger haftet für einen darüber hinausgehenden Schaden nur in dem Fall,
dass er diese Sachen in Kenntnis ihrer Beschaffenheit zur Aufbewahrung übernommen hat oder in dem Fall, dass der Schaden von ihm selbst oder einen seiner Leute verschuldet wurde.
Die Haftungsbeschränkung gemäß 12.1 und 12.2 gilt sinngemäß.

8

11.4 Die Verwahrung von Kostbarkeiten, Geld und Wertpapieren kann der Beherberger ablehnen, wenn es sich um wesentlich wertvollere Gegenstände handelt,
als Gäste des betreffenden Beherbergungsbetriebes gewöhnlich in Verwahrung geben.

11.5 In jedem Fall der übernommenen Aufbewahrung ist die Haftung ausgeschlossen, wenn der Vertragspartner und/oder Gast den eingetretenen Schaden ab Kenntnis
nicht unverzüglich dem Beherberger anzeigt. Überdies sind diese Ansprüche innerhalb von drei Jahren ab Kenntnis oder möglicher Kenntnis durch den Vertragspartner bzw Gast
gerichtlich geltend zu machen; sonst ist das Recht erloschen.


§ 12 Haftungsbeschränkungen

12.1 Ist der Vertragspartner ein Konsument, wird die Haftung des Beherbergers für leichte Fahrlässigkeit, mit Ausnahme von Personenschäden, ausgeschlossen.

12.2 Ist der Vertragspartner ein Unternehmer, wird die Haftung des Beherbergers für leichte und grobe Fahrlässigkeit ausgeschlossen. In diesem Fall trägt der Vertragspartner die Beweislast
für das Vorliegen des Verschuldens. Folgeschäden, immaterielle Schäden oder indirekte Schäden sowie entgangene Gewinne werden nicht ersetzt. Der zu ersetzende Schaden findet in jedem Fall
seine Grenze in der Höhe des Vertrauensinteresses.


§ 13 Tierhaltung

13.1 Tiere dürfen nur nach vorheriger Zustimmung des Beherbergers und allenfalls gegen eine besondere Vergütung in den Beherbergungsbetrieb gebracht werden.

13.2 Der Vertragspartner, der ein Tier mitnimmt, ist verpflichtet, dieses Tier während seines Aufenthaltes ordnungsgemäß zu verwahren bzw zu beaufsichtigen oder dieses auf seine Kosten
durch geeignete Dritte verwahren bzw beaufsichtigen zu lassen.

13.3 Der Vertragspartner bzw Gast, der ein Tier mitnimmt, hat über eine entsprechende Tier-Haftpflichtversicherung bzw eine Privat-Haftpflichtversicherung, die auch mögliche
durch Tiere verursachte Schäden deckt, zu verfügen. Der Nachweis der entsprechenden Versicherung ist über Aufforderung des Beherbergers zu erbringen.

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13.4 Der Vertragspartner bzw sein Versicherer haften dem Beherberger gegenüber zur ungeteilten Hand für den Schaden, den mitgebrachte Tiere anrichten. Der Schaden umfasst insbesondere auch
jene Ersatzleistungen des Beherbergers, die der Beherberger gegenüber Dritten zu erbringen hat.

13.5 In den Salons, Gesellschafts-, Restauranträumen und Wellnessbereichen dürfen sich Tiere nicht aufhalten.


§ 14 Verlängerung der Beherbergung

14.1 Der Vertragspartner hat keinen Anspruch darauf, dass sein Aufenthalt verlängert wird. Kündigt der Vertragspartner seinen Wunsch auf Verlängerung des Aufenthalts rechtzeitig an,
so kann der Beherberger der Verlängerung des Beherbergungsvertrages zustimmen. Den Beherberger trifft dazu keine Verpflichtung.

14.2 Kann der Vertragspartner am Tag der Abreise den Beherbergungsbetrieb nicht verlassen, weil durch unvorhersehbare außergewöhnliche Umstände (zB extremer Schneefall,
Hochwasser etc) sämtliche Abreisemöglichkeiten gesperrt oder nicht benutzbar sind, so wird der Beherbergungsvertrag für die Dauer der Unmöglichkeit der Abreise automatisch verlängert.
Eine Reduktion des Entgelts für diese Zeit ist allenfalls nur dann möglich, wenn der Vertragspartner die angebotenen Leistungen des Beherbergungsbetriebes infolge
der außergewöhnlichen Witterungsverhältnisse nicht zur Gänze nutzen kann. Der Beherberger ist berechtigt mindestens jenes Entgelt zu begehren, das dem gewöhnlich verrechneten Preis
in der Nebensaison entspricht.


§ 15 Beendigung des Beherbergungsvertrages – Vorzeitige Auflösung

15.1 Wurde der Beherbergungsvertrag auf bestimmte Zeit abgeschlossen, so endet er mit Zeitablauf.

15.2 Reist der Vertragspartner vorzeitig ab, so ist der Beherberger berechtigt, das volle vereinbarte Entgelt zu verlangen. Der Beherberger wird in Abzug bringen,
was er sich infolge der Nichtinanspruchnahme seines Leistungsangebots erspart oder was er durch anderweitige Vermietung der bestellten Räume erhalten hat.
Eine Ersparnis liegt nur dann vor, wenn der Beherbergungsbetrieb im Zeitpunkt der Nichtinanspruchnahme der vom Gast bestellten Räumlichkeiten vollständig ausgelastet ist
und die Räumlichkeit auf Grund der Stornierung des Vertragspartners an weitere Gäste vermietet werden kann. Die Beweislast der Ersparnis trägt der Vertragspartner.

15.3 Durch den Tod eines Gastes endet der Vertrag mit dem Beherberger.

10

15.4 Wurde der Beherbergungsvertrag auf unbestimmte Zeit abgeschlossen, so können die Vertragsparteien den Vertrag, bis 10.00 Uhr des dritten Tages vor dem beabsichtigten Vertragsende, auflösen.

15.5 Der Beherberger ist berechtigt, den Beherbergungsvertrag mit sofortiger Wirkung aus wichtigem Grund aufzulösen, insbesondere wenn der Vertragspartner bzw der Gast

a) von den Räumlichkeiten einen erheblich nachteiligen Gebrauch macht oder durch sein rücksichtsloses, anstößiges oder sonst grob ungehöriges Verhalten den übrigen Gästen,
dem Eigentümer, dessen Leute oder den im Beherbergungsbetrieb wohnenden Dritten gegenüber das Zusammenwohnen verleidet oder sich gegenüber diesen Personen
einer mit Strafe bedrohten Handlung gegen das Eigentum, die Sittlichkeit oder die körperliche Sicherheit schuldig macht;

b) von einer ansteckenden Krankheit oder eine Krankheit, die über die Beherbergungsdauer hinausgeht, befallen wird oder sonst pflegedürftig wird;

c) die vorgelegten Rechnungen bei Fälligkeit innerhalb einer zumutbar gesetzten Frist (3 Tage) nicht bezahlt.

15.6 Wenn die Vertragserfüllung durch ein als höhere Gewalt zu wertendes Ereignis (zB Elementarereignisse, Streik, Aussperrung, behördliche Verfügungen etc) unmöglich wird,
kann der Beherberger den Beherbergungsvertrag jederzeit ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist auflösen, sofern der Vertrag nicht bereits nach dem Gesetz als aufgelöst gilt,
oder der Beherberger von seiner Beherbergungspflicht befreit ist. Etwaige Ansprüche auf Schadenersatz etc des Vertragspartners sind ausgeschlossen.


§ 16 Erkrankung oder Tod des Gastes

16.1 Erkrankt ein Gast während seines Aufenthaltes im Beherbergungsbetrieb, so wird der Beherberger über Wunsch des Gastes für ärztliche Betreuung sorgen.
Ist Gefahr in Verzug, wird der Beherberger die ärztliche Betreuung auch ohne besonderen Wunsch des Gastes veranlassen, dies insbesondere dann,
wenn dies notwendig ist und der Gast hiezu selbst nicht in der Lage ist.

16.2 Solange der Gast nicht in der Lage ist, Entscheidungen zu treffen oder die Angehörigen des Gastes nicht kontaktiert werden können, wird der Beherberger auf Kosten des Gastes
für ärztliche Behandlung sorgen. Der Umfang dieser Sorgemaßnahmen endet jedoch in dem Zeitpunkt, in dem der Gast Entscheidungen treffen kann oder die Angehörigen
vom Krankheitsfall benachrichtigt worden sind.

11

16.3 Der Beherberger hat gegenüber dem Vertragspartner und dem Gast oder bei Todesfall gegen deren Rechtsnachfolger insbesondere für folgende Kosten Ersatzansprüche:

a) offene Arztkosten, Kosten für Krankentransport, Medikamente und Heilbehelfe

b) notwendig gewordene Raumdesinfektion,

c) unbrauchbar gewordene Wäsche, Bettwäsche und Betteinrichtung, anderenfalls für die Desinfektion oder gründliche Reinigung all dieser Gegenstände,

d) Wiederherstellung von Wänden, Einrichtungsgegenständen, Teppichen usw, soweit diese im Zusammenhang mit der Erkrankung oder den Todesfall verunreinigt oder beschädigt wurden,

e) Zimmermiete, soweit die Räumlichkeit vom Gast in Anspruch genommen wurde, zuzüglich allfälliger Tage der Unverwendbarkeit der Räume wegen Desinfektion, Räumung o. ä,

f) allfällige sonstige Schäden, die dem Beherberger entstehen.


§ 17 Erfüllungsort, Gerichtsstand und Rechtswahl

17.1 Erfüllungsort ist der Ort, an dem der Beherbergungsbetrieb gelegen ist.

17.2 Dieser Vertrag unterliegt österreichischem formellen und materiellen Recht unter Ausschluss der Regeln des Internationalen Privatrechts (insb IPRG und EVÜ) sowie UN-Kaufrecht.

17.3 Ausschließlicher Gerichtsstand ist im zweiseitigen Unternehmergeschäft der Sitz des Beherbergers, wobei der Beherberger überdies berechtigt ist,
seine Rechte auch bei jedem anderem örtlichem und sachlich zuständigem Gericht geltend zu machen.

17.4 Wurde der Beherbergungsvertrag mit einem Vertragspartner, der Verbraucher ist und seinen Wohnsitz bzw gewöhnlichen Aufenthalt in Österreich hat, geschlossen,
können Klagen gegen den Verbraucher ausschließlich am Wohnsitz, am gewöhnlichen Aufenthaltsort oder am Beschäftigungsort des Verbrauchers eingebracht werden.

17.5 Wurde der Beherbergungsvertrag mit einem Vertragspartner, der Verbraucher ist und seinen Wohnsitz in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union (mit Ausnahme Österreichs), Island,
Norwegen oder der Schweiz, hat, ist das für den Wohnsitz des Verbrauchers für Klagen gegen den Verbraucher örtlich und sachlich zuständige Gericht ausschließlich zuständig.

12

§ 18 Sonstiges

18.1 Sofern die obigen Bestimmungen nichts Besonderes vorsehen, beginnt der Lauf einer Frist mit Zustellung des die Frist anordnenden Schriftstückes an die Vertragspartner,
welche die Frist zu wahren hat. Bei Berechnung einer Frist, welche nach Tagen bestimmt ist, wird der Tag nicht mitgerechnet, in welchen der Zeitpunkt oder die Ereignung fällt,
nach der sich der Anfang der Frist richten soll.

Nach Wochen oder Monaten bestimmte Fristen beziehen sich auf denjenigen Tage der Woche oder des Monates, welcher durch seine Benennung oder Zahl dem Tage entspricht,
von welchem die Frist zu zählen ist. Fehlt dieser Tag in dem Monat, ist der in diesem Monat letzte Tag maßgeblich.

18.2 Erklärungen müssen dem jeweils anderen Vertragspartner am letzten Tag der Frist (24 Uhr) zugegangen sein.

18.3 Der Beherberger ist berechtigt, gegen Forderung des Vertragspartners mit eigenen Forderungen aufzurechnen. Der Vertragspartner ist nicht berechtigt mit eigenen Forderungen
gegen Forderungen des Beherbergers aufzurechnen, es sei denn, der Beherberger ist zahlungsunfähig oder die Forderung des Vertragspartners ist gerichtlich festgestellt
oder vom Beherberger anerkannt.

18.4 Im Falle von Regelungslücken gelten die entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen.

 




 

Allgemeine Reisebedingungen
WKO - Wirtschaftskammer Oberösterreich – Reisebüros


ALLGEMEINE REISEBEDINGUNGEN (ARB 1992)

Anpassung an die Novelle zum Konsumentenschutzgesetz BGBI.

247/93 und an das Gewährleistungsrechts- Änderungsgesetz, BGBI. I Nr.48/2001

Gemeinsam beraten im Konsumentenpolitischen Beirat des Bundesministers für Gesundheit, Sport und Konsumentenschutz in Entsprechung des § 73 Abs. 1 GewO 1994
und des § 8 der Verordnung des Bundesministers für wirtschaftliche Angelegenheiten in der Fassung 1994
über die Ausübungs-vorschriften für das Reisebürogewerbe (Nunmehr § 6, gem, BGBI. II Nr. 401/98.

Das Reisebüro kann als Vermittler (Abschnitt A) und/oder als Veranstalter (Abschnitt B) auftreten.

Der Vermittler übernimmt die Verpflichtung, sich um die Besorgung eines Anspruchs auf Leistungen anderer (Veranstalter, Transportunternehmen, Hotelier usw.) zu bemühen.

Veranstalter ist das Unternehmen, das entweder mehrere touristische Leistungen zu einem Pauschalpreis anbietet (Pauschalreise, Reiseveranstaltung)
oder einzelne touristische Leistungen als Eigenleistungen zu erbringen verspricht und dazu im allgemeinen eigene Prospekte, Ausschreibungen usw. zur Verfügung stellt.

Ein Unternehmen, das als Reiseveranstalter auftritt, kann auch als Vermittler tätig werden, wenn Fremdleistungen vermittelt werden (z. B. fakultativer Ausflug am Urlaubsort),
sofern es auf diese Vermittlerfunktion hinweist.

Die nachstehenden Bedingungen stellen jenen Vertragstext dar, zu dem üblicherweise Reisebüros als Vermittler (Abschnitt A) oder als Veranstalter (Abschnitt B) mit ihren Kunden/Reisenden
(Anm.: im Sinne des KSchG) Verträge abschließen.

Die besonderen Bedingungen

- der vermittelten Reiseveranstalter,

- der vermittelten Transportunternehmungen (z. B. Bahn, Bus, Flugzeug u. Schiff) und

- der anderen vermittelten Leistungsträger

gehen vor.


A. DAS REISEBÜRO ALS VERMITTLER

Die nachstehenden Bedingungen sind Grundlagen des Vertrages (Geschäftsbesorgungsvertrag), den Kunden mit einem Vermittler schließen.

1.Buchung/Vertragsabschluss

Die Buchung kann schriftlich oder (fern)mündlich erfolgen. (Fern-)mündliche Buchungen sollten vom Reisebüro umgehend schriftlich bestätigt werden.

Reisebüros sollen Buchungsscheine verwenden, die alle wesentlichen Angaben über die Bestellung des Kunden unter Hinweis auf die der Buchung zugrunde liegende
Reiseausschreibung (Katalog, Prospekt usw.) aufweisen.

Der Vermittler hat im Hinblick auf seine eigene Leistung und auf die von ihm vermittelte Leistung des Veranstalters entsprechend § 6 der Ausübungsvorschriften für das Reisebürogewerbe
und die gegenständlichen ALLGEMEINEN REISEBEDINGUNGEN hinzuweisen, auf davon abweichende Reisebedingungen nachweislich aufmerksam zu machen
und sie in diesem Fall vor Vertragsabschluß auszuhändigen.

Soweit Leistungen ausländischer Unternehmer (Leistungsträger, Reiseveranstalter) vermittelt werden, kann auch ausländisches Recht zur Anwendung gelangen.

Derjenige, der für sich oder für Dritte eine Buchung vornimmt, gilt damit als Auftraggeber und übernimmt mangels anderweitiger Erklärung die Verpflichtungen aus der Auftragserteilung
gegenüber dem Reisebüro (Zahlungen, Rücktritt vom Vertrag usw.).

Bei der Buchung kann das Reisebüro eine Bearbeitungsgebühr und eine (Mindest) Anzahlung verlangen. Die Restzahlung sowie der Ersatz von Barauslagen (Telefonspesen, Fernschreibkosten usw.)
sind beim Aushändigen der Reisedokumente (dazu gehören nicht Personaldokumente) des jeweiligen Veranstalters oder Leistungsträgers beim Reisebüro fällig.

Reiseunternehmungen, die Buchungen entgegennehmen, sind verpflichtet, dem Reisenden bei oder unverzüglich nach Vertragsabschluß eine Bestätigung über den Reisevertrag
(Reisebestätigung) zu übermitteln.

2.Informationen und sonstige Nebenleistungen

2.1.Informationen über Pass-, Visa-, Devisen-, Zoll- und gesundheitspolizeiliche Vorschriften

Als bekannt wird vorausgesetzt, das für Reisen ins Ausland in der Regel ein gültiger Reisepass erforderlich ist.

Das Reisebüro hat den Kunden über die jeweiligen darüber hinausgehenden ausländischen Pass-, Visa- und gesundheitspolizeilichen Einreisevorschriften sowie auf Anfrage über Devisen- und
Zollvorschriften zu informieren, soweit diese in Österreich in Erfahrung gebracht werden können. Im übrigen ist der Kunde für die Einhaltung dieser Vorschriften selbst verantwortlich.
Nach Möglichkeit übernimmt das Reisebüro gegen Entgeld die Besorgung eines allenfalls erforderlichen Visums.

Auf Anfrage erteilt das Reisebüro nach Möglichkeit Auskunft über besondere Vorschriften für Ausländer, Staatenlose sowie Inhaber von Doppelstaatsbürgerschaften.

2.2.Informationen über die Reiseleistung

Das Reisebüro ist verpflichtet, die zu vermittelnde Leistung des Reiseveranstalters oder Leistungsträgers unter Bedachtnahme auf die Besonderheiten
des jeweiligen vermittelten Vertrages und auf die Gegebenheiten des jeweiligen Ziellandes bzw. Zielortes nach besten Wissen darzustellen.

3.Rechtsstellung und Haftung

Die Haftung des Reisebüros erstreckt sich auf

- die sorgfältige Auswahl des jeweiligen Veranstalters bzw. Leistungsträgers sowie die sorgfältige Auswertung von gewonnenen Erfahrungen;

- die einwandfreie Besorgung von Leistungen einschließlich einer entsprechenden Information des Kunden und Ausfolgung der Reisedokumente;

- die nachweisliche Weiterleitung von Anzeigen, Willenserklärungen und Zahlungen zwischen Kunden und vermittelten Unternehmen und umgekehrt
(wie z.B. von Änderungen der vereinbarten Leistung und des vereinbarten Preise, Rücktrittserklärungen, Reklamationen).

Das Reisebüro haftet nicht für die Erbringung der von ihm vermittelten bzw. besorgten Leistung.

Das Reiseunternehmen hat dem Kunden mit der Reisebestätigung den Firmenwortlaut (Produktname), die Anschrift des Reiseveranstalters und gegebenenfalls eines Versicherers
unter einem bekannt zugeben, sofern sich diese Angaben nicht schon im Prospekt, Katalog oder sonstigen detaillierten Werbeunterlagen finden.
Unterlässt es dies, so haftet es dem Kunden als Veranstalter bzw. Leistungsträger.

4.Leistungsstörungen

Verletzt das Reisebüro die ihm aus dem Vertragsverhältnis  obliegenden Pflichten, so ist es dem Kunden zum Ersatz des daraus entstandenen Schadens verpflichtet,
wenn es nicht beweist, dass ihm weder Vorsatz noch grobe Fahrlässigkeit zur Last fallen.

Für Vertragsverletzungen auf Grund minderen Verschuldens ist das Reisebüro dem Kunden zum Ersatz eines daraus entstandenen Schadens bis zur Höhe der Provision
des vermittelten Geschäftes verpflichtet.

B. DAS REISEBÜRO ALS VERANSTALTER

Die nachstehenden Bedingungen sind Grundlagen des Vertrages – in der Folge Reisevertrag genannt -, den Buchende mit einem Veranstalter entweder direkt oder unter Inanspruchnahme
eines Vermittlers schließen. Für den Fall des Direktabschlusses treffen den Veranstalter die Vermittlerpflichten sinngemäß.

Der Veranstalter anerkennt grundsätzlich die gegenständlichen ALLGEMEINEN REISEBEDINGUNGEN, Abweichungen sind in allen seinen detaillierten
Werbeunterlagen gemäß $ 6 der Ausübungsvorschriften ersichtlich gemacht.

1.Buchung/Vertragsabschluß

Der Reisevertrag kommt zwischen dem Buchenden und dem Veranstalter dann zustande, wenn Übereinstimmung über die wesentlichen Vertragsbestandteile (Preis, Leistung und Termin)
besteht. Dadurch ergeben sich Rechte und Pflichten für den Kunden.

2.Wechsel in der Person des Reiseteilnehmers

Ein Wechsel in der Person des Reisenden ist dann möglich, wenn die Ersatzperson alle Bedingungen für die Teilnahme erfüllt und kann auf zwei Arten erfolgen.

2.1.Abtretung des Anspruchs auf Reiseleistung

Die Verpflichtungen des Buchenden aus dem Reisevertrag bleiben aufrecht, wenn er alle oder einzelne Ansprüche aus diesem Vertrag an einen Dritten abgibt.
In diesem Fall trägt der Buchende die sich daraus ergebenden Mehrkosten.

2.2.Übertragung der Reiseveranstaltung

Ist der Kunde gehindert, die Reiseveranstaltung anzutreten, so kann er das Vertragsverhältnis auf eine andere Person übertragen. Die Übertragung ist dem Veranstalter entweder direkt
oder im Wege des Vermittlers binnen einer angemessenen Frist vor dem Abreisetermin mitzuteilen. Der Reiseveranstalter kann eine konkrete Frist vorweg bekannt geben.
Der Überträger und der Erwerber haften für das noch unbeglichene Entgelt sowie gegebenenfalls für die durch die Übertragung entstandenen Mehrkosten zu ungeteilter Hand.

3.Vertragsinhalt, Informationen und sonstige Nebenleistungen

Über die auch den Vermittler treffenden Informationspflichten (nämlich Informationen über Pass-, Visa-, Devisen, Zoll- und gesundheitspolizeiliche Einreisevorschriften) hinaus
hat der Veranstalter in ausreichender Weise über die von ihm angebotene Leistung zu informieren. Die Leistungsbeschreibungen im zum Zeitpunkt der Buchung gültigen Katalog bzw. Prospekt
sowie die weiteren darin enthaltenen Informationen sind Gegenstand des Reisevertrages, es sei denn, das bei der Buchung anders lautende Vereinbarungen getroffen wurden.
Es wird aber empfohlen, derartige Vereinbarungen unbedingt schriftlich festzuhalten.

4.Reisen mit besonderen Risken

Bei Reisen mit besonderen Risken (z.B. Expeditionscharakter) haftet der Veranstalter nicht für die Folgen, die sich im Zuge des Eintritts der Riken ergeben, wenn dies außerhalb
seines Pflichtenbereiches geschieht.

Unberührt bleibt die Verpflichtung des Reiseveranstalters, die Reise sorgfältig vorzubereiten und die mit der Erbringung der einzelnen Reiseleistungen beauftragten Personen
und Unternehmen sorgfältig auszuwählen.

5.Rechtsgrundlagen bei Leistungsstörungen

5.1.Gewährleistung

Der Kunde hat bei nicht oder mangelhaft erbrachter Leistung einen Gewährleistungsanspruch.

Der Kunde erklärt sich damit einverstanden, dass ihm der Veranstalter an Stelle seines Anspruches auf Wandlung oder Preisminderung in angemessener Frist
eine mangelfreie Leistung erbringt oder die mangelhafte Leistung verbessert.

Abhilfe kann in der Weise erfolgen, dass der Mangel behoben wird oder eine gleich oder höherwertige Ersatzleistung, die auch die ausdrückliche Zustimmung des Kunden findet, erbracht wird.

5.2.Schadenersatz

Verletzen der Veranstalter oder seine Gehilfen schuldhaft die dem Veranstalter aus dem Vertragsverhältnis obliegenden Pflichten, so ist dieser dem Kunden zum Ersatz
des daraus entstandenen Schadens verpflichtet.

Soweit der Reiseveranstalter für andere Personen als seine Angestellten einzustehen hat, haftet er – ausgenommen in Fällen eines Personenschadens – nur, wenn er nicht beweist,
dass diese weder Vorsatz noch grobe Fahrlässigkeit treffen.

Außer bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit trifft den Reiseveranstalter keine Haftung für Gegenstände, die üblicherweise nicht mitgenommen werden, außer er hat diese in Kenntnis
der Umstände in Verwahrung genommen.

Es wird daher dem Kunden empfohlen, keine Gegenstände besonderen Werts mitzunehmen. Weiters wird empfohlen, die mitgenommenen Gegenstände ordnungsgemäß zu verwahren.

5.3.Mitteilung von Mängeln

Der Kunde hat jeden Mangel der Erfüllung des Vertrages, den er während der Reise feststellt, unverzüglich einem Repräsentanten des Veranstalters mitzuteilen. Dies setzt voraus,
dass ihm ein solcher bekannt gegeben wurde und dieser an Ort und Stelle ohne nennenswerte Mühe erreichbar ist. Die Unterlassung dieser Mitteilung ändert nichts an den unter 5.1.beschriebenen
Gewährleistungsansprüchen des Kunden. Sie kann ihm aber als Mitverschulden angerechnet werden und insofern seine eventuellen Schadensersatzansprüche schmälern.
Der Veranstalter muss den Kunden aber schriftlich entweder direkt oder im Wege des Vermittlers auf diese Mitteilungspflicht hingewiesen haben.
Ebenso muss der Kunde gleichzeitig darüber aufgeklärt worden sein, dass eine Unterlassung der Mitteilung seine Gewährleistungsansprüche nicht berührt,
sie allerdings als Mitverschulden angerechnet werden kann.

Gegebenenfalls empfiehlt es sich, in Ermangelung eines örtlichen Repräsentanten entweder den jeweiligen Leistungsträger (z.B. Hotel, Fluggesellschaft) oder direkt den Veranstalter
über Mängel zu informieren und Abhilfe zu verlangen.

5.4.Haftungsrechtliche Sondergesetze

Der Veranstalter haftet bei Flugreisen unter anderem nach dem Warschauer Abkommen und seinem Zusatzabkommen,
bei Bahn- Busreisen nach dem Eisenbahn- und Kraftfahrzeughaftpflichtgesetz.

6. Geltendmachung von allfälligen Ansprüchen

Um die Geltendmachung von Ansprüchen zu erleichtern, wird dem Kunden empfohlen, sich über die Nichterbringung oder mangelhafte Erbringung von Leistungen schriftliche
Bestätigungen geben zu lassen bzw. Belege, Beweise, Zeugen zu sichern.

Gewährleistungsansprüche von Verbrauchern können innerhalb von 2 Jahren geltend gemacht werden.

Schadensersatzansprüche verjähren nach 3 Jahren.

Es empfiehlt sich im Interesse des Reisenden, Ansprüche unverzüglich nach Rückkehr von der Reise direkt beim Veranstalter oder im Wege des vermittelnden Reisebüros
geltend zu machen, da mit zunehmender Verzögerung mit Beweisschwierigkeiten zu rechnen ist.

7.Rücktritt vom Vertrag

7.1.Rücktritt des Kunden vor Antritt der Reise

a)Rücktritt ohne Stornogebühr

Abgesehen von den gesetzlich eingeräumten Rücktrittsrechten kann der Kunde, ohne das der Veranstalter gegen ihn Ansprüche hat, in folgenden,
vor Beginn der Leistung eintretenden Fällen zurücktreten:

Wenn wesentliche Bestandteile des Vertrages, zu denen auch der Reisepreis zählt erheblich geändert werden.

In jedem Fall ist die Vereitelung des bedungenen Zwecks bzw. Charakters der Reiseveranstaltung, sowie eine gemäß Abschnitt 8.1. vorgenommene Erhöhung des vereinbarten Reisepreise
um mehr als 10 Prozent eine derartige Vertragsänderung.

Der Veranstalter ist verpflichtet, entweder direkt oder im Wege des vermittelnden Reisebüros dem Kunden die Vertragsänderung unverzüglich zu erklären und ihn dabei über die bestehende
Wahlmöglichkeit entweder die Vertragsänderung zu akzeptieren oder dem Vertrag zurückzutreten, zu belehren; der Kunde hat sein Wahlrecht unverzüglich auszuüben.

Sofern der Veranstalter ein Verschulden am Eintritt des den Kunden zum Rücktritt berechtigenden Ereignisses trifft, ist der Veranstalter diesem gegenüber zum Schadenersatz verpflichtet.

b)Anspruch auf Ersatzleistung

Der Kund kann, wenn er von den Rücktrittsmöglichkeiten laut lit. a nicht gebraucht macht und bei Stornierung des Reiseveranstalters ohne Verschulden des Kunden,
an Stelle der Rücktrittsabwicklung des Vertrages dessen Erfüllung durch die Teilnahme an einer gleichwertigen anderen Reiseveranstaltung verlangen, sofern der Veranstalter
zur Erbringung dieser Leistung in der Lage ist.

Neben dem Anspruch auf ein Wahlrecht steht dem Kunden auch ein Anspruch auf Schadenersatz wegen Nichterfüllung des Vertrages zu, sofern nicht die Fälle des 7.2. zum Tragen kommen.

c)Rücktritt mit Stornogebühr

Die Stornogebühr steht in einem prozentuellen Verhältnis zum Reisepreis und richtet sich bezüglich der Höhe nach dem Zeitpunkt der Rücktrittserklärung und der jeweiligen Reiseart.
Als Reisepreis bzw. Pauschalpreis ist der Gesamtpreis der vertraglich vereinbarten Leistung zu verstehen.

Der Kunde ist in allen nicht unter lit. a genannten Fällen gegen Entrichtung einer Stornogebühr berechtigt, vom Vertrag zurückzutreten.
Im Falle der Unangemessenheit der Stornogebühr kann diese vom Gericht gemäßigt werden.

Je nach Reiseart ergeben sich pro Person folgende Stornosätze:

1.Sonderflüge (Charter), Gruppen-IT (Gruppenpauschalreisen im Linienverkehr), Autobusgesellschaftsreisen (Mehrtagesfahrten)

bis 30. Tag vor Reiseantritt                               10%
ab 29. bis 20. Tag vor Reiseantritt                    25%
ab 19. bis 10. Tag vor Reiseantritt                    50%
ab 9. bis 4. Tag vor Reiseantritt                        65%
ab 3. Tag (72 Stunden)                                       85%

des Reisepreises.

2.Einzel-IT (individuelle Pauschalreisen im Linienverkehr), Bahngesellschaftsreisen (ausgenommen Sonderzüge)

bis 30. Tag vor Reiseantritt                              10%
ab 29. bis 20. Tag vor Reiseantritt                    15%
ab 19. bis 10. Tag vor Reiseantritt                    20%
ab 9. bis 4. Tag vor Reiseantritt                        30%
ab 3. Tag (72 Stunden)                                       45%

des Reisepreises.

Für Hotelunterkünfte, Ferienwohnungen, Schiffsreisen, Bus- Eintagesfahrten, Sonderzüge und Linienflugreisen zu Sondertarifen gelten besondere Bedingungen.
Diese sind im Detailprogramm anzuführen.

Rücktrittserklärung

Beim Rücktritt vom Vertrag ist zu beachten:

Der Kunde (Auftraggeber) kann jederzeit dem Reisebüro, bei dem die Reise gebucht wurde, mitteilen, dass er vom Vertrag zurücktritt. Bei einer Stornierung empfiehlt es sich,
dies - mittels eingeschriebenen Briefes oder - persönlich mit gleichzeitiger schriftlicher Erklärung zu tun.

d)No-show

No-show liegt vor, wen der Kunde der Abreise fernbleibt, weil es ihm am Reisewillen mangelt oder wenn er die Abreise wegen einer ihm unterlaufenen Fahrlässigkeit oder wegen eines ihm
widerfahrenen Zufalls versäumt. Ist weiters klargestellt, das der Kunde die verbleibende Reiseleistung nicht mehr in Anspruch nehmen kann oder will, hat er bei Reisearten
laut lit. c 1. (Sonderflüge usw.) 85 Prozent, bei den Reisearten laut lit. c 2. (Einzel-IT, usw.) 45 Prozent des Reisepreises zu bezahlen.

In Falle der Unangemessenheit der oben genannten Sätze können diese vom Gericht im Einzelfall gemäßigt werden.

7.2.Rücktritt des Veranstalters vor Antritt der Reise

a)Der Veranstalter wird von der Vertragserfüllung befreit, wenn eine in der Ausschreibung von vornherein bestimmte Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht wird und dem Kunden
die Stornierung innerhalb der in der Beschreibung der Reiseveranstaltung angegebenen oder folgenden Fristen schriftlich mitgeteilt wurde:

- bis zum 20. Tag vor Reiseantritt bei Reisen von mehr als 6 Tagen, - bis zum 7. Tag vor Reiseantritt bei Reisen von 2 bis 6 Tagen,
- 48 Stunden vor Reiseantritt bei Tagesfahrten.

Trifft der Veranstalter an der Nichterreichung der Mindestteilnehmerzahl ein über die leichte Fahrlässigkeit hinausgehendes Verschulden, kann der Kunde Schadenersatz verlangen;
dieser ist in der Höhe der Stornogebühr pauschaliert. Die Geltendmachung eines diesen Betrag übersteigenden Schadens wird nicht ausgeschlossen.

b)Die Stornierung erfolgt auf Grund höherer Gewalt, d.h. auf Grund ungewöhnlicher und unvorhersehbarer Ereignisse, auf die derjenige, der sich auf höhere Gewalt beruft,
keinen Einfluss hat und deren Folgen trotz Anwendung der gebotenen Sorgfalt nicht hätten vermieden werden können. Hiezu zählt jedoch nicht die Überbuchung,
wohl aber staatliche Anordnungen, Streiks, Krieg oder kriegsähnliche Zustände, Epidemien, Naturkatastrophen usw.

c)In den Fällen a) und b) erhält der Kunde einen eingezahlten Betrag zurück. Das Wahlrecht gemäß 7.1.b, 1. Absatz steht im zu.

7.3.Rücktritt des Veranstalters nach Antritt der Reise

Der Veranstalter wird von der Vertragserfüllung dann befreit, wenn der Kunde im Rahmen einer Gruppenreise die Durchführung der Reise durch grob ungebührliches Verhalten,
ungeachtet einer Abmachung, nachhaltig stört.

In diesem Fall ist der Kunde, sofern ihn ein Verschulden trifft, dem Veranstalter gegenüber zum Ersatz des Schadens verpflichtet.

8.Änderungen des Vertrages

8.1.Preisänderungen

Der Veranstalter behält sich vor, den mit der Buchung bestätigten Reisepreis aus Gründen, die nicht von seinem Willen abhängig sind, zu erhöhen, sofern der Reisetermin mehr als zwei Monate
nach dem Vertragsabschluß liegt. Derartige Gründe sind ausschließlich die Änderung der Beförderungskosten etwa der Treibstoffkosten – der Angaben für bestimmte Leistungen,
wie Landesgebühren, Ein- oder Ausschiffungsgebühren in Häfen und entsprechende Gebühren auf Flughäfen oder die für die betreffende Reiseveranstaltung anzuwendenden Wechselkurse.

Bei einer Preissenkung aus diesen Gründen in diese an den Reisenden weiterzugeben.

Innerhalb der Zweimonatsfrist können Preiserhöhungen nur dann vorgenommen werden, wenn die Gründe hiefür bei der Buchung im einzelnen ausgehandelt und am Buchungsschein
vermerkt wurden.

Ab dem 20. Tag vor dem Abreisetermin gibt es keine Preisänderung.

Eine Preisänderung ist nur dann zulässig, wenn bei  Vorliegen der vereinbarten Voraussetzungen auch eine genaue Angabe zur Berechnung des neuen Preises vorgesehen ist.
Dem Kunden sind Preisänderungen und deren Umstände unverzüglich zu erklären.

Bei Änderungen des Reisepreises um mehr als 10 Prozent ist ein Rücktritt des Kunden vom Vertrag ohne Stornogebühr jedenfalls möglich (siehe Abschnitt 7.1.a.).

8.2.Leistungsänderungen nach Antritt der Reise

- Bei Änderungen, die der Veranstalter zu vertreten hat, gelten jene Regelungen, wie sie in Abschnitt 5 (Rechtsgrundlagen bei Leistungsstörungen) dargestellt sind.

-Ergibt sich nach der Abreise, dass ein erheblicher Teil der vertraglich vereinbarten Leistungen nicht erbracht wird oder nicht erbracht werden kann, so hat der Veranstalter ohne zusätzliches Entgelt
angemessene Vorkehrungen zu treffen, damit die Reiseveranstaltung weiter durchgeführt werden kann. Können solche Vorkehrungen nicht getroffen werden oder werden sie vom Kunden
aus triftigen Gründen nicht akzeptiert, so hat der Veranstalter ohne zusätzliches Entgelt gegebenenfalls für eine gleichwertige Möglichkeit zu sorgen, mit der der Kunde zum Ort der Abreise
oder an einen anderen mit ihm vereinbarten Ort befördert wird. Im übrigen ist der Veranstalter verpflichtet, bei Nichterfüllung oder mangelhafter Erfüllung des Vertrages
dem Kunden zur Überwindung von Schwierigkeiten nach Kräften Hilfe zu leisten.

9.Auskunftserteilung an Dritte

Auskünfte über die Namen der Reiseteilnehmer und die Aufenthaltsorte von Reisenden werden an dritte Personen auch in dringenden Fällen nicht erteilt, es sei denn,
der Reisende hat eine Auskunftserteilung ausdrücklich gewünscht. Die durch die Übermittlung dringender Nachrichten entstehenden Kosten gehen zu Lasten des Kunden.
Es wird daher den Reiseteilnehmern empfohlen, ihren Angehörigen die genaue Urlaubsanschrift bekanntzugeben.

10.Allgemeines

Die unter B angeführten Abschnitte 7.1. lit. c, vormals lit. b (Rücktritt), 7.1. lit. d, vormals lit. c (No-show) sowie 8.1. (Preisänderungen) sind als unverbindliche
Verbandsempfehlung unter 1 Kt 718/91-3 und sind nunmehr als solche unter 25 Kt 793/96-3 im Kartellregister eingetragen.

IMPRESSUM: Eigentümer, Herausgeber: Fachverband der Reisebüros in der Wirtschaftskammer Österreich, 1045 WIEN, Wiedner Hauptstraße 63.
 

 

 


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100%,

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BESONDERE BEDINGUNGEN

VERSICHERUNGSABSCHLUSS/VERSICHERUNGSDAUER:
Der Versicherungsvertrag ist auf unbestimmte Zeit abgeschlossen.
Das Prämieninkasso erfolgt automatisch und ausschließlich mittels Abbuchungsauftrag.
Ab Buchung im Reisebüro oder Einlangen des Antrags bei Mondial Assistance (Datum des Poststempels, Fax oder Internet) haben Sie Anspruch auf die beantragten Versicherungsdeckungen.
Der Versicherte oder Mondial Assistancekann den Vertrag unter Einhaltung einer Frist von 3 Monaten vor Ablauf des Versicherungsjahres schriftlich kündigen.
Erfolgt keine Kündigung innerhalb dieses Zeitraumes, bleibt der Vertrag aufrecht.

ABSCHLUSSFRISTEN STORNOSCHUTZ:
Voller Versicherungsschutz besteht, wenn die Versicherung gleichzeitig mit der Buchung abgeschlossen wurde,
unabhängig von der Zeitdauer bis zur Abreise. Wird die Versicherung nach der Reisebuchung abgeschlossen, sind nur Ereignisse versichert,
welche sich ab dem 10. Tag nach Versicherungsabschluss ereignen (Ausnahme: Unfall, Todesfall, Elementarereignis).
Stornoschutz besteht nicht, wenn die Versicherung erst nach der Buchung abgeschlossen wird und der Zeitraum zur Abreise kürzer als 30 Tage ist.

»ALL RISK« DECKUNG: »All Risk«-Deckung, wenn der gesamte Reisepreis mit »All Risk«-Prämie versichert ist. Maximale Versicherungssumme € 10.000,–.
Pro Buchendem bzw. Reiseteilnehmer sind zeitgleiche Mehrfachbuchungen bzw. Buchungen mit sich überschneidenden Reisezeiten nicht versichert.
Keine Versicherungsleistung wird erbracht bei Stornierung aufgrund von: Kriegsereignissen oder Terror jeder Art, Epidemien und Pandemien, nuklearen Ereignissen und Ereignissen,
die bei Buchung schon eingetreten sind oder vorhersehbar waren. Sollte Ihr Reisepreis den max. Stornoschutz überschreiten, so können Sie diesenmit dem Storno-Paket »All Risk« abdecken.
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VERSICHERTE PERSONEN: Der Versicherungsschutz umfasst die in der Polizze bezeichneten Personen, sofern sie zum Zeitpunkt des Versicherungsabschlusses
ihren ordentlichen Wohnsitz seit mindestens 6 Monaten in Österreich, einem angrenzenden Staat oder einem anderen EU-Staat begründet haben.
In der Variante »TOP- bzw. Basis-Jahresschutz Familie« werden als Familie maximal 2 Erwachsene und bis zu 5 Kinder bis zum Alter von 25 Jahren bezeichnet,
sofern sie im gemeinsamen Haushalt leben. Versicherungsschutz besteht auch dann, wenn die versicherten Personen zur gleichen Zeit verschiedene Reisen antreten oder alleine verreisen.

GÜLTIGKEITSDAUER/GÜLTIGKEITSBEREICH:

Der (TOP-)Jahresreiseschutz besteht:

1) aus dem Jahresreise- und KfZ-Mobilitätsschutz: Der Jahresschutz gilt auf jeder Reise innerhalb des Versicherungsjahres bei einer maximalen Reisedauer von 42 Tagen pro Reise,
sowie jeweils weltweit inklusive Österreich ab einer Entfernung von 50 km vom Wohnort (bzw. bei Grenzübertritt) oder mindestens einer gebuchten Übernachtung.
Der KFZ-Mobilitätsschutz gilt während des gesamtenVersicherungszeitraumes auch ohne Urlaubsantritt in ganz Europa inklusive Österreich und ist ortsunabhängig.

2) einer Aufzahlung für Storno- und Reiseabbruch:
Storno- und Reiseabbruch gilt weltweit inkl. Österreich, Reiseprivathaftpflicht umfasst nur Ereignisse im Ausland. Stornodeckung gemäß unseren AVB.

3) einer Aufzahlung für »All Risk« Storno:

Stornodeckung auch für Gründe außerhalb unserer AVB.

ALLGEMEINE VERSICHERUNGSBEDINGUNGEN (AVB):
Es gelten die bei Vertragsabschluss letztgültigen Versicherungsbedingungen der Mondial Assistance, sowie sämtliche Leistungen und Preistarife des beiliegenden Folders.
Diese erhalten Sie beim Mondial Assistance Servicecenter, Tel. + 43 1 525 03-0, E-Mail: service@mondial-assistance.at, zum Download unter www.mondial-assistance.at oder in Ihrem Reisebüro.
Das Reisebüro ist nicht berechtigt, den Bedingungen widersprechende oder diese ergänzende Sondervereinbarungen zu treffen.

Satz- und Druckfehler vorbehalten.
Gültig ab 01/2010. Prämien pro Jahr inkl. Versicherungssteuer.
Satz- und Druckfehler sowie Leistungs- und Prämienänderungen vorbehalten.

Mondial Assistance International AG
Niederlassung für Österreich
Pottendorfer Straße 25 – 27, A-1120 Wien
Tel.: + 43 1 525 03-0 | Fax: + 43 1 525 03-999
E-Mail: service@mondial-assistance.at
www.mondial-assistance.at
Bankverbindung: BA-CA Konto 0040-04545/00, BLZ 12000
Handelsgericht Wien | Firmenbuch FN 100329v
DVR-Nr. 0465798 | UID ATU1536609

a company of the Mondial Assistance group

 

 

 
 


Kurzfristige Reiseversicherungen
 

REISESCHUTZ MIT STORNO
von 04 - 62 Tage

Der komplette Reiseschutz:
Stornoschutz, Reiseabbruch, Medizinischer Schutz, Gepäckversicherung, Unfallversicherung, Extrarückreise und Haftpflicht

 

Reisepreis bis 

4 Tage

10 Tage

17 Tage

31 Tage

62 Tage

Europa EINZEL

€ 500

33

39

42

47

108

€ 750

45

45

48

53

114

€ 1.000

50

55

60

66

127

€ 1.500

54

60

62

70

131

€ 2.000

60

67

75

81

141

€ 2.500

70

84

87

91

152

€ 3.000

96

109

112

116

177

Europa FAMILIE

€ 1.500

87

97

107

117

239

€ 2.000

102

121

134

147

268

€ 3.000

120

130

140

151

272

€ 4.000

140

151

161

171

293

€ 5.000

181

191

201

211

333

Weltweit EINZEL

€ 500

51

66

70

76

167

€ 750

62

73

77

81

172

€ 1.000

81

85

90

94

187

€ 2.000

91

97

104

110

201

€ 3.000

140

148

154

160

251

€ 4.000

181

188

194

200

292

Weltweit FAMILIE

€ 2.000

152

161

171

182

364

€ 3.000

172

182

192

201

384

€ 4.000

192

202

212

223

405

€ 5.000

232

243

253

263

444

€ 6.000

283

294

304

314

494

 

 

STORNO-PAKET CLASSIC
Für alle, die vor und während der Reise auf Nummer Sicher gehen wollen!
 

Reisepreis bis

 

Reisepreis bis

 

Reisepreis bis

 

€ 200

10

€ 1.800

90

€ 5.000

250

€ 300

15

€ 2.100

105

€ 6.000

300

€ 600

30

€ 2.400

120

€ 7.000

350

€ 900

45

€ 2.700

135

€ 8.000

400

€ 1.200

60

€ 3.000

150

€ 9.000

450

€ 1.500

75

€ 4.000

200

€ 10.000

500

 

 ÖSTERREICH-PAKET
Der Rundumschutz für den Österreichurlaub!
Maximal 31 Tage in Österreich gültig!
 

 

EINZEL

FAMILIE

Variante A ohne Stornoschutz

13

34

Variante B mit Stornoschutz

bis € 1.500

36

bis € 3.000

90

 

Detaillierte Leistungen für

Reiseschutz mit Storno CLASSIC

Storno-Paket CLASSIC

 Österreich-Paket
 

 

REISESCHUTZ MIT STORNO CLASSIC

STORNO PAKET

ÖSTERREICH PAKET

LEISTUNGEN

EINZEL

FAMILIE

EINZEL

FAMILIE

EINZEL

FAMILIE

STORNOSCHUTZ

 

 

 

 

 

 

Ersatz der Stornokosten bei Nichtantritt der Reise (ohne Stornogrund gemäß AVB)

 

 

100% (bis € 10.000)

 

 

Ersatz der Stornokosten bei Nichtantritt der Reise (gemäß den in den AVB angeführten Gründen)

100% (bis

€ 4.000)

100% (bis

€ 6.000)

bis

€ 10.000

bis

€ 10.000

bis

€ 1.500

bis

€ 3.000

Ersatz des Selbstbehaltes einer im Reisepreis inkludierten Stornoversicherung

-

-

bis

€ 10.000

bis

€ 10.000

-

-

REISEABBRUCH

 

 

 

 

 

 

Ersatz für gebuchte, nicht genutzte Reiseleistung

bis

€ 4.000

bis

€ 6.000

bis

€ 10.000

bis

€ 10.000

bis

€ 1.500

bis

€ 3.000

MEDIZINISCHER SCHUTZ

 

 

 

 

 

 

Heilkosten für stationäre und ambulante Behandlung

bis

€ 250.000

bis

€ 500.000

-

-

-

-

Heilkosten für chronische Erkrankungen, die unerwartet akut werden

bis

€ 50.000

bis

€ 50.000

-

-

-

-

Heim- bzw. Nottransport aus medizinischen Gründen oder nach 3 Tagen Spitalsaufenthalt

100%

100%

-

-

-

-

Heim- bzw. Nottransport bei chronischen Krankheiten, die unerwartet akut werden

bis

€ 50.000

bis

€ 50.000

-

-

-

-

Organisation und Kostenersatz für Hin- und Rückreise einer verwandten Person ans Krankenbett im Urlaubsort

100%

100%

-

-

-

-

EXTRARÜCKREISE

 

 

 

 

 

 

Überführungskosten im Todesfall

oder Bestattungskosten am Sterbeort

100% (bis

€ 10.000)

100% (bis

€ 10.000)

-

-

100%

100%

Ersatz der zusätzlichen Reisekosten

100%

100%

-

-

-

-

WIEDERHOLUNGSREISE

 

 

 

 

 

 

Gutschein für eine Wiederholungsreise für den erkrankten Versicherten nach einem Nottransport

(mit dem Ambulanzjet)

bis

€ 1.500

bis

€ 1.500

-

-

-

-

VERSPÄTETE ANREISE ZUM URLAUBSORT

 

 

 

 

 

 

Kostenersatz bei Versäumnis des Abfluges durch eine Verspätung des Zubringers/verspätete Ankunft am Heimatflughafen

100 %

100 %

-

-

-

-

REISEGEPÄCK (Neuwert bis 6 Monate alt)

 

 

 

 

 

 

Kostenersatz bei Beraubung, Diebstahl, Beschädigung oder Verlust durch den Transporteur

bis

€ 2.500

bis

€ 5.000

-

-

bis

€ 2.500

bis

€ 5.000

Verspätete Gepäckauslieferung am Reiseziel

bis € 250

bis € 500

-

-

bis € 250

bis € 500

UNFALL

 

 

 

 

 

 

Entschädigung im Todesfall

€ 15.000

€ 15.000

-

-

-

-

Entschädigung bei Invalidität

bis € 40.000

bis € 40.000

-

-

-

-

Such- und Bergungskosten

bis € 10.000

bis € 10.000

-

-

bis

€ 1.500

bis

€ 1.500

REISEPRIVATHAFTPFLICHT

 

 

 

 

 

 

Sach- und Personenschäden pauschal

bis € 400.000

bis € 400.000

-

-

bis € 400.000

bis € 400.000

MONDIAL ASSISTANCE

 

 

 

 

 

 

Weltweite Soforthilfe*

ja

ja

-

-

ja

ja

Home Assistance**

-

-

-

-

-

-


Abschlussfristen für Produkte mit Stornoschutz

Voller Versicherungsschutz besteht, wenn die Versicherung gleichzeitig mit der Buchung abgeschlossen wurde, unabhängig von der Zeitdauer bis zur Abreise.
Wird die Versicherung nach der Reisebuchung abgeschlossen, sind nur Ereignisse versichert, welche sich ab dem 10. Tag nach Versicherungsabschluss ereignen
(Ausnahme: Unfall, Todesfall, Elementarereignis).
Stornoschutz besteht nicht, wenn die Versicherung erst nach der Buchung abgeschlossen wird und der Zeitraum zur Abreise kürzer als 30 Tage ist.
 

 

 
 

Flugticket-Stornoschutz     9,80 pro Person

Versicherung für schöne Ferien mit TLR-Tours und der Europäischen Reiseversicherung

Flugticket-Stornoschutz     9,80 pro Person

Der Flugticket-Stornoschutz wird automatisch mitgebucht.

Wollen Sie die Vorteile des Flugticket-Stornoschutzes nicht nutzen, geben Sie dies bitte bei Buchung des Fluges bekannt.

Übernimmt die Stornokosten *) für Ihren gebuchten Flug – ohne Selbstbehalt

 *) Höchstentschädigung: € 1.000 pro Person

Es gelten die Europäischen Reiseversicherungsbedingungen ERV-RVB VA 2006)

Bedingungen unter www.selectvb.at Link „Download“.

 

Der Versicherungsschutz gilt für eine Reise. Der TLR-TOURS Flugticket-Stornoschutz ist ein spezielles Veranstalterprodukt der Europäischen Reiseversicherung AG.
Alle Versicherungsleistungen sind subsidiär. Auf den Versicherungsvertrag ist österreichisches Recht anzuwenden.
Durch die Prämienbezahlung erklärt sich der Versicherungsnehmer mit den angeführten Bestimmungen und Versicherungsbedingungen einverstanden.
 

Versichert sind die im Versicherungsnachweis namentlich genannten Personen. Personen mit psychischen Erkrankungen,

Krankheiten des Nervensystems oder schweren behandlungspflichtigen Organleiden sind nicht versichert.

Stornoversicherung

Die Versicherung übernimmt im Rahmen der Europäischen Reiseversicherungsbedingungen für TLR-Tours (ERV-TLR 2003)

Ihre Rücktrittsgebühren aus folgenden nicht vorhersehbaren Gründen.

a) Plötzlich eintretende schwere Erkrankung oder schwere gesundheitliche Unfallfolgen der versicherten Person
oder der mitbuchenden Familienangehörigen des ersten Verwandtschaftsgrades wie Kinder oder Schwiegerkinder, Ehegatte bzw. Lebensgefährte, Eltern oder Schwiegereltern.
Der versicherte Personenkreis wird auf eine zusätzliche auch nicht verwandte mitbuchende Person erweitert.
Die Erkrankung oder die Unfallfolge gilt als schwer, wenn sich daraus für die gebuchte Reise zwingend die Reiseunfähigkeit ergibt.
Psychische Erkrankungen, die nach Buchung oder Versicherungsabschluss erstmals auftreten, sind versichert, wenn dadurch ein stationärer Spitalsaufenthalt oder eine Behandlung
durch einen Facharzt der Psychiatrie erforderlich wird.
Bestehende Leiden sind nur versichert, wenn sie unerwartet akut werden.

b)
Schwangerschaft der Versicherten, wenn die Schwangerschaft erst nach Reisebuchung festgestellt worden ist. Wurde die Schwangerschaft bereits vor Reisebuchung festgestellt,
werden die Stornokosten nur übernommen, wenn schwere Schwangerschaftsbeschwerden (diese müssen ärztlich bestätigt sein) auftreten.

c) Schwerer Unfall oder unerwartete schwere Erkrankung von nicht mitbuchenden Familienangehörigen (siehe a),
wenn die Anwesenheit einer der versicherten Personen dadurch zwingend erforderlich ist.

d) Tod von Großeltern, Enkeln, Geschwistern oder einer unter a) angeführten Person.

e) Bedeutender Sachschaden am Eigentum der versicherten Person an seinem Wohnort infolge Elementarereignis (Feuer etc.) oder Straftat eines Dritten,
der seine Anwesenheit erforderlich macht.

f) Nichtbestehen der Reifeprüfung, bei einer unmittelbar danach geplanten versicherten Schülergruppenreise.

Von der Reisestornoversicherung ausgeschlossen sind Stornierungen:

- Wenn einer der vorgenannten Gründe bei Versicherungsbeginn bereits vorgelegen hat oder voraussehbar gewesen ist.

- Wegen beruflicher Gründe

 

Was ist im Stornofall zu tun?

Benachrichtigen Sie unverzüglich Ihr Reisebüro.

Reichen Sie folgende Unterlagen ein:

Buchungsrechnung, Stornorechnung, vollständig ausgefülltes Schadenformular, gegebenenfalls ein detailliertes ärztliches Attest/Unfallbericht und die Krankmeldung
bei der Sozialversicherung, die Kopie der Sterbeurkunde, Bankverbindung.

Wichtig ist die sofortige Stornierung der Reise, da jegliche Kosten, die aus der verspäteten Stornierung entstehen, vom Reiseteilnehmer selbst zu tragen sind.

 

Schadensabwicklung:

Select Versicherungsberatung GmbH

Schärdinger Straße 1, A-4061 Pasching

Tel. 07229/51 71 187, Fax 07229/51 71 180

www.selectvb.at

 

TLR-Tours ist mit der Schadenabwicklung in keiner Weise befasst.

Über Anerkennung oder Ablehnung von Versicherungsleistungen entscheidet ausschließlich der Versicherer.

Versicherer: Europäische Reiseversicherung AG, Kratochwjlestraße 4, A-1220 WIEN
Sitz in Wien, Firmenbuch HG Wien FN 5541y, DVR-Nr. 0490083
Adresse der Finanzmarktaufsichtsbehörde/Bereich Versicherungsaufsicht: Praterstraße 23, A-1020 Wien
 

 


 

Rücktritt durch den Vertragspartner – Stornogebühr

Angeführte Stornokonditionen gelten nur für Storno durch den Gast.
Garantierte Buchung nicht kostenfrei stornierbar.
Von diesen Stornogebühren sind die Flüge ausgenommen.

Für Flüge gelten eigene Regeln.
Flüge sind bei Buchung zu bezahlen.
Stornogebühr für Flüge 100%

Davorliegende Tage

Anreise

Prozentueller Anteil

Reisepreis

Mehr als 3 Monate

 

vor Anreise

20 %

vom Reisepreis

3 Monate
bis 1 Monat

vor Anreise

40 %

vom Reisepreis

1 Monat
bis 14 Tage

vor Anreise

70 %

vom Reisepreis

14