Glöcklerlauf
Der Glöcklerlauf ist eine Tradition, die sowohl in den Orten rund um
den Traunsee,
als auch in Bad Ischl, Lauffen, Strobl, St. Wolfgang,
ja sogar in Salzburg
noch hochgehalten wird.
Die Umzüge finden großteils am
Abend statt.
Weiße Gestalten mit klingenden Schellengurten laufen
durch die Städte
und Orte. Auf dem Kopf tragen sie vielgestaltige
Lichterkappen,
die von innen beleuchtet werden. Diese Kappen haben die
verschiedensten
Formen: Sturmhaube, Stern, Fünfzack und Siebenzack.
Die Glöckler bringen Glück und sollen vor Elementar-Ereignissen
schützen.
Ihre Anzahl bestimmt das im kommenden Jahr zu erwartende
Glück.
Ausgangsort dieses Brauchs dürfte Ebensee gewesen sein.
Glöckl-Kinder
Ein alter Heischbrauch, den man Jahrhunderte zurück verfolgen kann.
In
den Morgenstunden des 5. Jänner ziehen im Ausseer Land die Kinder
mit weißen
Leinensäcken von Haus zu Haus.
Sie läuten mit Glocken und rufen "bitt
gar sche um an Glöcklkrapfn".
Daraufhin werden sie mit Krapfen, Früchten
oder Süßigkeiten beschenkt,
wünschen ein gutes Neues Jahr und ziehen
weiter.
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Perchten
Um 3 Uhr nachtmittags wird in Gößl am 5. Jänner "zam gleit".
Dabei gehen
die Kinder durchs Dorf, läuten mit Glocken
und warten auf die "Berigln",
die Winterdämonen verkörpern,
und in den Abendstunden in ganz Grundlsee
stumm von Haus zu Haus ziehen.
Den eingelassenen Berigln wird Schnaps,
Most und Speck kredenzt.
In Gößl dürfen die vermummten Gestalten mit
verstellter Stimme den
Gastgebern "schlecht sagen". Um Mitternacht muss
sich dann jeder Berigl,
ganz gleich wo er sich befindet, "blessen" = demaskieren.
Heilige 3 Könige
Die Heiligen drei Könige ziehen am 6. Jänner von Haus zu Haus,
singen
alte religiöse Lieder und bitten um Spenden
für einen wohltätigen Zweck.
Als Haussegen wird an den Türstock mit Kreide die Jahreszahl
und die Buchstaben
C (K) + M + B
(Christus mansionem benedicat) geschrieben.
Diese 3 Buchstaben werden auch von den 3 Namen der Könige
Caspar (Kaspar), Melchior und Balthasar abgeleitet.
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